Philosophie

Die Frage, wie wir Menschen in einer Gesellschaft zusammen leben (können), beschäftigt mich eigentlich schon immer. Als Schülerin wollte ich unbedingt Archäologin werden und alte Kulturen erforschen. Gegen Ende der Schulzeit schwenkte mein Berufswunsch auf Journalismus um, weil er das Ausgraben und Betrachten der jüngeren Vergangenheit und der Gegenwart ermöglicht. Im Studium – Kulturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Europäische Ethnologie und Geschichte mit dem Schwerpunkt Zeitgeschichte – erwarb ich viele Einsichten zur Konstruktion von Gesellschaften.

Wie Menschen aus einer Gesellschaft systematisch und erschreckend schnell ausgeschlossen werden können, zeigt die Zeit des Nationalsozialismus sehr deutlich. Als Journalistin setzte ich mich mit diesem Teil der deutschen Geschichte zwei Mal intensiv auseinander. Als Managing Editor arbeitete ich 2001-2002 in New York bei der deutsch-jüdischen Exilzeitung Aufbau – The Transatlantic Jewish Paper. Und 2010 erschien mein Buch „… die Blumen haben fein geschmeckt“. Hier zeichnete ich die Biografie meiner Urgroßmutter nach, die als Psychiatriepatientin bereits in der Weimarer Republik aus vielen Bereichen der Gesellschaft ausgeschlossen war und 1940 in den NS-Krankenmorden ermordet wurde.

Schon zu Beginn meiner journalistischen Tätigkeit interessierte mich neben dem Recherchieren und Schreiben vor allem das Management in den Redaktionen. Als Managing Editor und stellvertretende Chefredakteurin bei verschiedenen Printmedien tat ich das, was in anderen Zusammenhängen Projektmanagement heißt. Mein praktisches Wissen dazu vertiefte ich auch theoretisch.

Seit dem familiär bedingten Umzug nach Lübeck im Jahr 2012 laufen die verschiedenen roten Fäden meines Lebens neu zusammen: Als Bildungsreferentin vermittle ich die Auseinandersetzung mit der Geschichte, mit Demokratie und Menschenrechten. Außerdem koordiniere ich unterstützend Projekte, die sich im Bildungsbereich bewegen.

 

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